Low Carb, Paleo und Co – Was bringen Diäten?


Oh my gosh, Lisa,
was hast du mitgebracht? Ein neues Diätprodukt.
Es ist sogar vegan und glutenfrei. Aber wie funktioniert das denn? Ganz einfach, ihr nehmt einen Löffel und tut es in Wasser rein. Und vielleicht noch
ein paar hinterher. Lecker. Du nimmst einfach nur einen Löffel,
rührst das Ganze um. Schaut euch diese Farbe
und Textur an. Wunderschön! Ok, ok, ok, stopp! Das kann doch alles gar nicht
funktionieren mit dem Pulver hier. Tabletten, Tröpfchen da vorne. Ich war immer der dünne Typ,
ich brauchte keine Diäten. Aber heute stellen wir uns die Frage, *Musik* Dass man sich mit Ernährung
beschäftigt oder Diät macht, hat verschiedene Gründe. Z.B. dass Leute ungefragt ihre
Meinung über deinen Körper äußern. Wie man mich früher
immer genannt hat, verrate ich euch später. Kommentare von Bekannten
oder Unbekannten aus dem Netz haben großen Einfluss darauf,
wie man den Körper wahrnimmt. Ich hatte ne Phase,
in der ich viel Stress hatte und deshalb in kurzer Zeit
einige Kilos abgenommen habe. Ich hab gemerkt, wie die Kommentare
mir gegenüber negativ geworden sind. Von wegen: “Bist du magersüchtig,
oder was ist los mit dir? Hast du der Essstörung?
Iss mal mehr!” Und nach und nach
hab ich dann wieder zugenommen, nur um dann gesagt zu bekommen:
“Ey, du bist ja fett geworden. Was ist los?
Gehts dir zu gut, oder was?” Zwischen diesen beiden
krassen Extremen lagen insgesamt acht Kilo. Bei jungen Leuten
verändert sich der Körper. Viele entwickeln
ne negative Selbstwahrnehmung. Auch durch die Nutzung
vieler unserer Lieblingsseiten. Das sieht man ständig gephotoshopte,
gefilterte Fotos von Traumkörpern. Aber manch einer will
oder muss auch runter von den Kilos. Wie also macht man das am besten? Ich war selbst länger übergewichtig,
und es hat mich selbst sehr gestört. Ich habe sehr gelitten
und alles probiert. Hab alle Diäten ausprobiert,
versucht abzunehmen. Aber bin immer kläglich gescheitert. Ich fühlte mich einfach unwohl,
ich wollte etwas verändern, Dann kam dazu, dass ich vom Arzt
auf mein Gewicht angesprochen wurde. Wo das herkommen würde und dass sich das nicht mehr
im ganz gesunden Bereich bewegt. Das war bei mir wie ein Wecker,
irgendwie bin ich aufgewacht und hab gemerkt,
ich muss echt was verändern. Wenn man schauen möchte, ob das Gewicht noch im grünen
Bereich, im gesunden Rahmen ist, gibt es zum einen die Hilfe des BMI,
den kann man ausrechnen. Da findet man auch Rechner
im Internet, da kann man schauen. Das bezieht sich auf die Körpergröße
im Verhältnis zum Körpergewicht. Daraus lässt sich dann
ein Wert ableiten. Da sieht man, ist man
im normalgewichtigen Bereich übergewichtig oder untergewichtig? Gibt es gesundheitliche Gründe,
um abzunehmen, stellt sich die Frage
nach der effektivsten Methode. Schließlich möchte man
sofort Ergebnisse sehen und sich nicht übermäßig quälen. Hier die bekanntesten Diätformen
und ihre Vor- und Nachteile. Bei der Null-Diät
darf man vor allem eines nicht: essen. Hier wird gefastet und nur Wasser
oder ungesüßter Tee getrunken. Das ist nicht nur gefährlich
für den Körper, sondern auch erfolgsmäßig
nur von ganz kurzer Dauer. Denn es kommt zum berühmt-
berüchtigten Jojoeffekt, sobald man wieder normal isst. Low-Carb verteufelt Kohlenhydrate. Die z.B. Brot, Mehl,
Zucker oder Nudeln stecken und den Insulinspiegel
nach oben treiben. Stattdessen gibts viele Fett,
Eiweiß und Fleisch. Hier sind zwar oft
schnelle Abnehmerfolge sichtbar, was viele sehr begeistert, aber Obst und Gemüse
kommen hier deutlich zu kurz. Außerdem ist es
eine ziemlich einseitige Ernährung. Ohne genügend Ballaststoffe. Nach der Abnahme
darf man Kohlenhydrate nur langsam zum Speiseplan hinzufügen. Sonst hat man alles ganz schnell
wieder auf den Rippen. Paleo bedeutet
essen wie ein Steinzeitmensch. Also ohne verarbeitete Lebensmittel. Kein Fertigfraß ist ja super, aber zu viel Fleisch
auch wieder schädlich. Außerdem ist so ein Höhlenmensch
meist nicht mal 30 geworden. Dieser Klassiker, friss die Hälfte,
erklärt sich von selbst. Durch Halbieren der Portionen
nimmt man ganz automatisch ab. Das ist eine altbewährte,
effektive Methode. Aber Hungerattacken
lassen nicht lange auf sich warten. Und isst man wieder normal viel,
nimmt man auch wieder zu. Logo! Davon will man gleich
ein Foto machen. Beim Clean Eating steht frisches und selbst zubereitetes Essen
ohne Zusatzstoffe im Vordergrund. Hier weiß man, was drin ist
und probiert rum. Das braucht aber viel Zeit und ist nicht mit jedem Lebensstil
zu vereinbaren. Erst mal abnehmen
klappt mit allen Methoden. Aber dauerhaften Erfolg
mit der Gewichtsabnahme hat man nur,
wenn man seine Ernährung umstellt. Das, was oft
als Clean Eating bezeichnet wird, kommt dem am nächsten, was Ernährungsmediziner anstelle
von schnellen Diäten empfehlen. Aber alles,
was ihr im Netz als Diät findet, sind nicht unbedingt
verbindliche Anleitungen. Es sind Trends, die sich jemand
ausgedacht hat und jetzt vermarktet. Wenn man seine Ernährung
wirklich umstellen möchte, muss man erst mal schauen, was hat man
für ein Ernährungsverhalten? Wann isst man,
in welchen Situationen? Wann greift man zu Süßigkeiten
oder etwas anderem? Dass man ein bisschen analysiert,
wo das herkommt. Das können Emotionen sein,
das kann Stress sein. Das kann auch Langeweile sein. Was mir persönlich geholfen hat,
meine Ernährung umzustellen, ist, dass ich entspannter
da rangegangen bin. Ich war früher sehr verbissen. Ich wollte immer alles schnell,
mit großem Erfolg schaffen. Inzwischen
lasse ich mir einfach Zeit. Worüber wir noch gar nicht
gesprochen haben: Sport. Meine Beziehung zu Sport
sieht ungefähr so aus, dass ich mich, seit ich 16 bin,
bei Fitnessstudios anmelde. Und mich wieder abmelde,
weil ich nicht hingehe. Das Problem ist nämlich, das sollte ja auch alles
ein bisschen Spaß machen. Sonst bleibt man nicht am Ball. Für das klassische Abnehmen spielt
Sport allerdings eine kleinere Rolle als eine gesunde Ernährung. Der Körper passt sich schnell
dem erhöhten Energieverbrauch durch die Bewegung an. Und oftmals denkt man sich
dann nach dem Workout: Jetzt zur Belohnung eine Pizza! Schon ist die Bilanz wieder hin. Mit der Bilanz ist das Verhältnis zwischen Energieaufnahme
und -verbrauch gemeint. Nimmt man mehr Kalorien zu sich,
als man verbrennt, wird man zunehmen. Umgekehrt kann man
mit Kaloriendefizit abnehmen. Jeden Tag 30-60 Minuten Bewegung, z.B. ein Spaziergang, das ist gut. V.a. wenn ihr im Alltag viel sitzt. Zusammen mit ausgewogener Ernährung
ist das quasi die geheime Formel für langfristigen Erfolg. Versucht, euch selbst
nicht zu großen Druck zu machen. Solange euer Körpergewicht
oder Essverhalten nicht gesundheitsgefährdend sind, kann bisschen Selbstliebe
nicht schaden. Bei den Möglichkeiten, sich selbst
zu optimieren, vergisst man schnell, was der Körper
eigentlich jeden Tag leistet. Dafür können wir ihm
ruhig mal danke sagen. Seid gutmütiger zu euch selbst! Behaltet im Hinterkopf, dass
selbst die schönste Instagramerin nicht alles im Leben teilt und nicht den ganzen Tag
Avocado-Toast futtert. Wenn ihr euch bzgl. eurer Ernährung
beraten lassen oder abnehmen wollt, könnt ihr z.B. bei eurer Krankenkasse
nach Angeboten fragen. Ach so, ja,
das wollte ich noch verraten: Weil ich früher so dünn war,
hat man mich immer Lauch genannt. Ja, ich weiß, ihr denkt euch gerade,
ich bin immer noch dünn. Und man nennt mich immer noch Lauch. Super, das wars mit dieser Folge. Schreibt in die Kommentare, ob ihr
schon eine Diät ausprobiert habt und wie die funktioniert hat. Oder seid ihr zufrieden mit eurer
Figur? Ab in die Kommentare! Und wenn euch die Folge gefallen hat,
nicht vergessen: Daumen nach oben. Und Kanal abonnieren. Schaut auch gern
auf unserer Instagram-Seite vorbei. Die findet ihr in der Info-Box. Aber Sport ist immer gut,
deshalb machen wir Liegestütze. Runter, Ladys! Los, los, los! Und eins! Zwei, drei! Lisa, was machst du da?
Vier! Lisa! Fünf! Dasselbe Vanessa! Untertitel: ARD Text
im Auftrag von Funk, 2018

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